Namibia – ein Reisebericht

Namibia 2016

Im August 2016 reisten ich in Begleitung meiner Frau zur Teilnahme an einem Berufsbildungs-Symposium nach Namibia. Tollerweise konnten wir rund um dieses Event eine Reise durch das Land arrangieren.

Als begeisterte Fotografen waren wir fasziniert von den unglaublichen Landschaften des Landes und der interessanten Flora und Fauna.
Auf dieser Seite will ich ein wenig unsere Reiseroute beschreiben und ein paar Infos zum Land zum Besten geben für Interessierte, die zum Beispiel die auch eine Namibia-Reise planen.

1P1010903                                                             Die Oryx-Antilope ist das stolze Nationaltier Namibias

Reiseart, Reiseziele

Viele Namibia-Reisende durchqueren via Mietwagen das Land, was eine gute Möglichkeit ist, es individuell zu erkunden. Man kann sich vorab eine Route überlegen und die Lodges, in denen man übernachten will im Voraus buchen, um sicher zu gehen, dass sie nicht voll sind, was sich v.a. in der Hauptsaison empfiehlt (Mai-September). Wir hatten uns jedoch nach längerer Überlegung gegen eine Self-Driver-Reise entschieden. Zum einen, da wir zwar gerne und gut Auto fahren, jedoch kein eigenes haben (als Großstädter für uns auch die vernünftigere Option den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen), das Links-Fahren uns wenig geheuer ist und wir es auch gediegener finden im Urlaub stressfrei unterwegs zu sein (was wir uns besser vorstellen konnten, wenn wir nicht selbst unbekannte Strecken fahren und uns zeitlich leicht verschätzen können). Auch auf Reifenpannen muss man auf den Sandstraßen immer gewappnet sein… auch das nicht unsere Stärke.

Wie dem auch sei; im Nachhinein waren wir aus einem vierten Grund froh, dass wir uns für Shuttle-Services im Land für unsere Reise entschieden hatten: Meistens bestand das „Shuttle“ aus einem Fahrer und uns, so dass wir sehr häufig die Gelegenheit hatten uns mit unseren Drivern (meist waren sie ausgebildete Guides), stets Einheimische, ausführlich über Land und Leute zu unterhalten. Unter anderem konnten wir so viele spannende geografische, kulturelle und auch historische Aspekte des Landes im direkten Gespräch erfahren statt aus dem Reiseführer.

Da wir die Reise vor meine Teilnahme am VET Development Symposium vom 23.-25.08.16 in Windhoek planten, und daher 10 Tage zur Verfügung hatten, hatten wir uns nach Lektüre über das Land folgende Reiseziele herausgesucht:

  • die Namib-Wüste im Namib-Naukluft-Nationalpark,
  • die Küstenstädtchen Swakopmund und Walvis Bay,
  • den Ethosha-Nationalpark mit der Ethosha-Salzpfanne.

Für die Planung der Reise haben wir aus Zeitgründen auf das örtliche Reisebüro der Schwabinger Reiseboutique zurückgegriffen. Hierbei haben wir auch festgestellt, dass wir Preise im Internet nicht unbedingt günstiger sind – und man im Reisebüro darüber hinaus gute Beratung hat. Zudem haben – soviel vor ab – alle Transfers, Unterkünfte, Ausflüge – einwandfrei funktioniert. Wir hatten den Eindruck, dass die Reiseveranstalter darauf größten Wert legen und nur mit zuverlässigen – und damit auch pünktlichen – Partnern vor Ort kooperieren. (Wir haben es in diesem Zusammenhang sogar erlebt, dass Driver/ Guides in Gegenden bei denen völlig ungewiss ist, wie lange man wirklich braucht, 2 Stunden früher da waren und sich dann lieber noch ausruhten bevor es weiter ging – sicherlich gut für den Fahrer wie auch die Touristen).

Unser Fazit

  • Für Aufenthalte von 2 Wochen oder kürzer empfiehlt es sich, sich genau zu überlegen, was man sehen will und dafür genug Zeit einzuplanen. Es hängt natürlich mit davon ab, wie man gerne reist  – wenn man jedoch an manchen Orten mehr als nur einen Augenblick verwähren will, gilt: 3 Stationen reichen für 10 Tage aus, um alle Orte in ihrer Schönheit genießen zu können.
  • Auch wenn man als „Self-Driver“ unabhängiger ist, empfiehlt es sich per Shuttle bzw. mit einem Fahrer zu reisen, wenn einer oder mehrere dieser Gründe zutreffen: (a) wenn man im Urlaub in fremden Ländern grundsätzlich nicht gern Auto fährt, (b) wenn man nicht gern im Gelände fährt oder darin gar nicht geübt ist, (c) wenn man keine Reifen wechseln kann oder will, (d) wenn einem der Linksverkehr zu abenteurlich ist oder man sich damit unsicher fühlt,  (e) wenn man während der Fahrten durch die Landschaften von Einheimischen etwas über diese erfahren will (und dafür nicht Anhalter mitnehmen möchte ;-)).
  • Eine Buchung übers Reisebüro lohnt sich aus unserer Sicht. Die Preise sind meist nicht oder kaum höher als Internet-Preise und man kann sich beraten lassen. Außerdem unterstützt man lokale Arbeitsplätze im Tourimus.

Ankunft

Nach 9,5 Studen Flug von Frankfurt (Direktflug mit Condor) landeten wir in Windhoek, Namibias Hauptstadt. Windhoek hat 322.500 Einwohner, das sind ungefährt so viele wie Mannheim oder Bochum hat, wobei hier die nicht-gemeldeten Einwohner nicht enthalten sind, die die Zahl wohl deutlich erhöhen, da illegale Siedlungen (Slums) um die Stadt wachsen.

Der Flughafen von Windhuk (Hosea Kutako International Airport) besteht aus 2 hangarartigen Gebäuden zur Abfertigung von Einreisen und 2 Start-/Landebahnen. Er wirkt für europäische Verhältnisse eher niedlich… Bei der Einreise entstehen z.T. längere Schlangen, so dass es schon auch mal sein kann, dass man nicht im Passagierterminal steht, sondern vor diesem – im Freien direkt neben einer der Start-/Landebahnen. Dort kann man allerdings bereits den ersten Eindruck einer sehr trockenden Luft, von Sand – der dieses Land prägt – und, freilich künstlich angelgeten, Palmen bekommen. Schön sind die Sonnenaufgänge bei früher bzw. -untergänge bei späten An- und Abreisen, die wir erleben konnten. Benannt ist der Flughafen außerdem nach dem ehemaligen Herero-Führer, einem Nationalhelden der namibianischen Unabhängigkeit Hosea Kutako.

Wunderbare Wüste: Deadvlei und Sossusvlei

(Tag 1)

Wer in Namibia ist, sollte sich definitiv von der Wüste beeindrucken lassen, der das Land seinen Namen verdankt, der Namib-Wüste. Übersetzt werden können die landessprachlichen Bezeichnungen für die Wüste mit „weiter Platz“ – ein treffender Name für die 95.000 Quadratkilometer große Wüstenlandschaft.

Schon die Fahrt in die Namib-Wüste war ein besonderes Naturerlebnis. „Durch ständig wechselnde Landschaften“ versprach der Reisekatalog und sprach die Wahrheit: Von einer eher steppenartigen Landschaft bewegten wir uns mit dem 4×4 auf Sandstraßen in immer bergiger werdendes Land durch das Naukluft-Gebirge, in dem uns – zum Teil skurrile – Steinformationen in verschiedensten Farben beeindruckten.

Baron, unser Fahrer, der mit uns englisch, in gelegentlichen Telefonaten allerdings die Damara-Sprache sprach, die durch ihre zugenschnalzenden Klack-Laute für uns ebenso unegwohnt wie amüsant klingt, brachte uns mit durchaus einigen Foto-Stops sicher durch die Naukluft-Berge zu unserem Übernachtungsdomizil, der Namib-Naukluft Lodge.

AP1010895Namib Naukluft Lodge

Die Lodge lag „mitten im Nichts“, besonders schön war ihr Grillplatz, am ersten Abend mit einem echten namibianischen Braai (BBQ, das mit Kameldornbaum-Holz befeuert wird). Von der Terasse des Lodge-Zimmers aus konnte man Erdhörnchen beobachten.

P1010858                                                                                                     Tollende Erdhörnchen (Namib Naukluft Lodge)
aAP1010886                                                                                       Und täglich grüßt das -Erdhörnchen. Good morning, Namibia!

Am Abend erfahren wir, dass bei der von uns gebuchten Tour zum Sossusvlei und zum Deadvlei, die für eine Teilnahmerzahl von 2-12 Leuten ausgelegt ist, morgen nur wir dabei sind – ein Sechser im Lotto. 🙂

Erkenntnis des Tages: Erdhörnchen sind keine Erdmännchen – aber mindestens genau so lustig.

(Tag 2)

Frühmorgens um 5 fahren wir in den Namib-Nationalpark, was von der Lodge aus ca. eine 3/4 Stunde in Anspruch nimmt. Landschaftlich interessant ist die Strecke auch wegen ihren Gebirgsausläufern und Steinformationen. Letztere sehen zum Teil aus wie als Kunstwerk genau so arrangiert. Der Künstler, der dafür zuständig ist, war vor abertausenden von Jahren das Wasser.

Wasser wird hingegen zunehmend unvorstellbar in dieser Felslandschaft, die sich in zuerst in eine Felslandschaft, dann in eine Steinwüste verwandelt und als könne man den Steinen bei ihrem tausendjährigen Gang zusehen schließlich in der Wüste steht…

…und dort seinen Augen nicht traut: Es ist unbeschreiblich. Wer noch nicht in einer solchen Wüste war, kann es nicht verstehen. Auch ich dachte halt an einen sehr überdimensionierten Sandkasten und dass es nicht viel zu sehen gäbe läge in der Natur der Wüste. Doch darin hatte ich mich ordentlich getäuscht. Es herrscht eine nur schwer in Worte zu fassende Atmosphäre der Ruhe, der Weite, der unaufgeregten Imposanz. Die Wüste braucht keine Spektakel, um zu beeindrucken, sie ist selbst eines und das ohne sich in irgendeiner Form regen zu müssen. Sie ist einfach da, liegt vor einem in ihrer kargen Weichheit und ihrer aufrichtigen Zeitlosigkeit.

Jenseits meiner Begeisterung, die mich hier fast lyrisch werden lässt, freue ich mich – ebenso wie meine Frau – darüber, dass sich das frühe Aufstehen wirklich sehr gelohnt hat: nur am morgen, bei Sonnenaufgang, sind die Dünen in derartige Farben und dieses imposante Licht-Schattenspiel mit seinen geraden Linien und scharfen Kanten getaucht. Diese ungewöhliche Landschaft lässt sich nicht festhalten. Am besten aber um diese Zeit. 😉

P1010423Die Morgenstunden erlauben es, ein wundervolles Licht-Schattenspiel zu genießen

Nach einem ersten Halt an einigen Dünen folt ein Zweiter an der „Düne 45“. Sie trägt diesen Namen, da sie 45 km vom Eingang des Nationalparks der Namib liegt und eine besonders sehenswerte Düne ist. Sie ist daher auch das Ziel vieler Wüstentourer, auch unser Guide, ‚lädt‘ und hier ab und wir besteigen, gemeinsam mit anderen Reisenden, diesen Berg Sand. Es ist anstrengend durch den Dünensand zu gehen. Doch die Aussicht von der Düne ist auch dies wert.

Zum Teil erinnert die Namib an eine Mondlandschaften, Grater und Erhöhungen auf fremden Planeten.

Kein Hauch, kein Geräusch. Erst später bewegt sich mitten in dieser Landschaft sich ein kleiner Punkt. Mit dem Fernglas können wir eine Oryx ausmachen – sie überleben mit sehr wenig Wasser und finden selbst hier noch Nahrung unter der Erde.

P1010502

Wir fahren weiter und erreichen schließlich Dead Vlei. Das Dead Vlei, das tote Tal, war früher ein Tümpel bzw. ein niedrigwässiger See aus dem Akazienbäume wuchsen. Durch die extreme Dürre und z.T. jahrelang keinerlei Niederschläge, ist dieser See ausgetrocknet. Die Bäume sind ausgetrocknet, aber kaum verwittert – die trockene Luft hat sie quasi konserviert. Unvorstellbar, dass diese Bäume bis zu 900 Jahre alt sind. Am ehemaligen Grund des Sees hat sich ein besonderes weißes Sediment gebildet – nicht etwa Salz, was viele vermuten – es war ein Süßwassersee, sondern Kalk.

Auch das Dead Vlei wirkt auf uns, als währen wir auf einem anderen Planeten gelandet.

P1010619Dead Vlei

Das nahegelegene (eigenliche) Sossusvlei empfinden wir als weit weniger spektakulär, aber dennoch sehr interessant. Hier sei angemerkt: Zum Teil wird auch der ganze Gegendabschnitt als Sossusvlei bezeichnet, er enthält dann andere Vleis, wie das Dead Vlei. Hierauf bezieht sich auch die Aufnahme ins UNESCO-Welterbe dieser Landschaft. Dieses eigentliche Sossusvlei jedenfalls ist eine von Sanddünen umschlossene Pfanne, die salzhaltig ist. Der Boden ist eine Art Ton, so dass er Wasser halten kann. Höchstselten (ca. 1x im Jahr), so berichtet uns Baron, sammelt sich dort auch durch Niederschlag Wasser an. Und plötzlich lassen sich dort sogar Flamingos beobachten (wie diese bemerken, dass dort nun Wasser ist und sich bis von der Ethosha-Pfanne dorthin aufmachen ist bisher nicht geklärt).

Am spekatakulärsten am Sossusvlei sind für uns Gäste am Rande dieser Pfanne: Eine Straußenfamilie, die wir von wenigen Metern Abstand beobachten können.  Besonders schön ist auch unser Picknick im Sossusvlei mit unserem Guide. Kleine überdachte Picknick-Plätze sind im Vlei unter den wenigen Bäumen vorhanden und Baron hat Kaffee, Brot, Wurst, Käse, Gurken und Tomaten, Eier, … im Gepäck. A nice place to stay for a picnick!

P1010784eIm Sesriem-Canyon

Nach dem Picknick besuchen wir den beeindruckenden Sesriem-Canyon (er heißt Sesriem, wie „Sechs Riemen“, da man eben so viele Antilopen-Riemen brauchte, um dort an Wasser zu kommen). Der Canyon besteht aus interessanten Steinkomklomreaten, die aussehen wie Misch-Beton, aber eben natürlich entstanden sind durch das Wirken unglaublicher Kräfte. Nur alle duzend Jahre ist der Canyon überflutet durch plötzliche Regenfälle, die sich – so will man sagen – in die Naukluft verirrt haben. Dann, so Baron, sei er der größte Pool Namibias, er rate jedoch ab, darin zu baden. Auf Rückfrage erklärt er auch warum: „Would you really take a bath with the black mamba?“

Nachdem wir den Canyon durchklettert haben kehren wir zum Wagen (und zu Baron, der uns alleine losziehen ließ) zurück und fahren wieder zur Namib Naukluft Lodge. Dort lassen wir den Tag mit einem Sun Downer in der Savanne ausklingen. Danach erwartet uns Gegartes von der Feuerstelle (Hühnchen, Oryx, Gemüse), Nachtisch ist ein „namibianischer Klassiker“: Apfelstrudel. :-))

aaP1010933Sonnenuntergang nahe der Namib-Naukluft Lodge

aaaP1010943

Erkenntnis des Tages: Die Wüste müsste eigentlich die Schöne heißen!

 

Auf nach Swakopmund!

(Tag 3)

Familienbetriebe sind in Namibia gängig – entsprechend fährt uns Baron’s Vater am nächsten Tag quer durch die Wüste von der Lodge aus nach Swakopmund.

aaaaaaaaaaaPdd1020047                                                              Eine Wüstenfahrt ans Meer – nur: wo hört die Wüste auf und wo fängt der Strand an?

Einen obligatorischen Zwischenhalt (der uns vorab in jeder Reportage über Namibia begegnet ist und für uns daher schon einen legendären Status hatte) machen wir in Solitaire. Nicht etwa einfach, um das mal zu sehen, sondern eben genau auch, weil dort eine der einzigen Tankstellen für aberhunderte von Kilometern ist. Bei Solitaire ist der Name also Programm. Und wieder begegnen wir nahezu skurrilem Charme: Obwohl wir davon wussten, dass dort ein „Autograb“ (Autowracks aus der Gegend wurden dort hingeschleppt) ebenso seinen Platz hat wie eine deutsche Bäckerei, ist es doch ein interessantes Gefühl Mitten in Africa’s Wüste zu stehen und die Auswahl aus Sachertorte, Bienenstich, Apfelstrudel, Mandelgebäck, Nussecken und Marzipanhörnchen zu haben. Cappucino oder Milchkaffee dazu ohnehin. Wir entscheiden uns für Mandelgebäck als Wegzehrung und machen Fotos vom „Autofriedhof“.

aaaaP1020021„Autofriedhof“ an der Tank- und Raststätte Solitaire

Auf dem weiteren Weg fahren wir an interessanten Gesteinsformationen mit Eisenablagerungen vorbei, durch Canyons und weitere fotogene Landschaften.

aaaaaP1020047

aaaaaaP1020099

 

aaaaaaaaaaaaaaaaP1020128

aaaaaaaaaaaaP1020209

Dann wieder stundenlang durch die Wüste.

Und plötzlich: ein blauer Streifen am Horizont. Das Meer! Die Wüste geht direkt ins Meer über – oder umgekehrt. Nichts dazwischen, kein Grünstreifen, kein Schilf oder Sonstiges.

Kurz darauf fahren wir an Walvis Bay (Walfischbucht) vorbei nach Swakopmund (Mündung des Swakop). Das Städchen ist „deutscher als deutsch“, die wir dort in einer frießisch eingerichteten Teestube kennenlernen. Es gibt Bäckereien mit den oben schon angeführten Spezialitäten, eine Metzgerei, an der ein ensprechendes Schild auf deutsch prangert, verkauft Lyoner, Fleischkäse und Hausmachersalami; ja, wir entdecken sogar echtes Vollkornbrot!

Unser Hotel heißt The Delight, und nomen est omen, denn es bietet wirklich sehr schöne Zimmer, die wie eigene aneinandergebaute Bungalows konzipiert sind. Im Haupthaus wird das sensationelle Frühstück gerreicht (mit englischen, deutschen, amerikanischen und afrikanischen Spezialitäten und Austern und Champagner soviel man mag). Beeindruckend und schön. Aber auch unheimlich und beklemmend, was einem hier als Tourist aufgefahren wird – auf einem Kontinent auf dem immer noch bis zu einem Drittel der Bevölkerung unter Hunger leiden (in Namibia sind es nach WHO-Angaben 25-34,9%).

Wir erkunden das Städchen zu Fuß und schauen uns die o.g. Entdeckungen genauer an. Kolonial-Fachwerkshäuschen, nette Cafés und Resaurants, Touristen-Shops. That’s it. Trotzdem charmant. Wir besuchen das Village Café, ein sehr bunter afrikanisch-alternativ getrimmter Ort. Sitzen dort in einem alten VW-Bus und trinken Cappucino. Danach gibt es einen Burger, natürlcih mit Bacon („There’s no life without bacon“, „If we can’t fix it with bacon, we’re all lost“ – so lauten die Sprüche an der Wand des Cafés… na dann!).

(Tag 4)

Nach dem Frühstück erkunden wir das Städchen zu Fuß: Fachwerkhäuser, Jugendstilelemente, Kolonialbauten – der deutsche und auch der holländische Einfluss sind nicht zu leugnen. Es hat sich in Swakopmund bis heute eine größere deutsche Community gehalten.

Im Teehaus in Swakopmund, das wir nach einem Strandbesuch (der Atalantik ist hier eiskalt) zufällig entdecken und das eine hervorragende Tee-Auswahl hat, lauschen wir  dementsprechend Gesprächen von ansässigen Deutschstämmigen über bspw. Angela Merkel’s Flüchtlingspolitik…

Ebenfalls überraschend zeigt sich dann die Atalantik-Küste rund um Swakopmund, die wir uns nach unserem Teehaus-Besuch genauer ansehen. Nun ja – ehrlich gesagt, hatten wir es dann natürlich bereits bei der Reiseplanung gelesen, was zunächst einmal überraschen mag, aber es dann zu sehen ist durchaus faszinierend: Gerade noch Mitten in der Wüste begegnet man im Nachbarsörtchen Walvis Bay (ehem. Walfischbucht) Robben, Deflinen und Pelikanen.

aaaaaaaaP1020356

„Mitten drin statt nur dabei“ – wer Robben aus nächster Nähe sehen will (die Originale, nicht den Fußballer), der ist bei einer Schiffstour in Walvis Bay gut aufgehoben

bP1020372

Auch Pelikanen kommt man… kommen einem… selten so nahe (noch lache ich ;-))

bbP1020378

Imposeant und teilweise etwas „tapsig“ landen die Pelikane auf der (immerhin recht klitschigen) Reling

bbbP1020388

„Watt, wer bist du denn?“ – Achtung, neugierig plus langer Schnabel!

 

bbbbP1020409

Nahe bei Flipper – jenseits vom Streichelzoo

bcP1020477

Leider sehen wir keine Wale – das liegt wohl an der Jahreszeit.

ccccP1020544

Robben: Durchaus streichelbar – auf eigene Gefahr

Auf dem Schiff werden Swakopmunder Austern, Häppchen und Champagner serviert (Mein Tipp: jeder dem die französichen Austern zu salzig sind, sollte diese Austern probieren. Der niederigere Salzgehalt vor Ort bringt einen m.E. ganz anderen, tollen Geschmack).

Um beim Essen zu bleiben ;-): Abends besuchen wir noch das „Erich’s“ und entscheiden uns gegen Fisch (weil wir am nächten Tag in gutes Fischlokal wollen) und für Antilope: Kudu und Elan – beides vorzüglich. Nachts gehen wir zurück zum Hotel. (In Swakopmund kann man sich sehr sicher fühlen.)

Erkenntnis des Tages: „»Deutscher als deutsch« – und irgendwie doch nicht“ & „Wenn hinter Robben Robben robben“…

(Tag 5)

Nach einem weiteren ausgiebigen Frühstück, zu dem die tolle Auswahl im Delight einläd, erkunden wir gemütlich Swakopmund und besuchen das lokale Museum, das eine angenehme Größe hat und sehr informativ und spanndend ist.

Nach einem Strandspaziergang und einem Snack gehe ich am Strand meinen Vortrag für das VET-Development-Symposium durch. Danach schreiben wir Tagebuch und genießen die Atmosphäre.

Für den Abend haben wir uns einen Platz im bekannten Hansa Hotel reserviert – allerdings als Alternative zum „Jetty 1905„, in dem wir leider in unseren 3 Tagen Swakopmund keine Tischreservierung bekommen konnten (Empfehlung daher: Zuvor buchen!). Die Bouillabaisse ist hervorragend (es taucht immer wieder Neues in ihr auf ;-)), auch der Adlerfisch – die Nutzung dieses ‚vornehmen‘ Begriffs für den Kabeljau sagt allerdings einiges über die gehobene koloniale Atmosphäre aus – ist auf den Punkt, der M.A.N Sauvignon Blanc eine gute Wahl dazu.

Erkenntnis des Tages: Eine gute Bouillabaise steckt voller Überraschungen.

Von Swakopmund zurück nach Windhoek

(Tag 6)

Los geht’s um 06:30 morgens, ein „Welwitscha-Shuttle“ holt uns vom Delight ab und wir fahren durch eher karge, aber an Vegetation zunehmende Landschaft auf einer Teerstraße Richtung Windhoek. Dort checken wir ca. 11:30 im Olive Grove Guesthouse ein und ruhen uns am Pool von der Reise aus. Dort beschließen wir dann auch lesend und ausruhend den restlichen Tag zu verbringen. Abends essen wir im Guesthouse, es gibt ein Gericht, das wir als Oryx-Zwiebelrostbraten bezeichnen – sehr lecker. Im Guesthouse lernen wir andere deutsche Gäste kennen und tauschen uns über unsere Erlebnisse aus.

Erkenntnis des Tages: Kleine Pausen zur Verarbeitung des Erlebten sind wahrlich traumhaft.

In die Ethosa

(Tag 7)

Ein netter Guy fährt uns mitsamt seinem „Baby“ (kleine Tochter von vielleicht 3 Jahren), für das er keine Betreuung gefunden hat, von Windhoek zur Epacha Game Lodge vor den Eingängen des Ethosa Nationalparks.

Eigentlich hatten wir die Toshari Lodge gebucht – weniger kolonial, mehr afrikanisch. Allerdings erfahren wir, dass diese überbucht ist. In der Epacha Game Lodge werden wir dafür upgegraded. Nicht nur haben wir Voll- statt Halbpension, sondern finden uns auch in der Präsidenten-Suite wieder. Diese ist so groß, dass man sich auf dem Weg vom Bad ins Bett fast verlaufen könnte. Besonders toll ist, dass von dem freistehenden Haus der Blick aus dem Schlafzimmer bzw. vom Balkon auf eine Wasserstelle möglich ist, wo wir immer wieder einige Spring- oder Gamsböcke (Oryx) erkennen können.

Svenja regt gleich am esten Abend einen Nacht-Game-Drive an – eine Möglichkeit einer kleinen Nacht-Safari auf dem Gelände der Lodge, die dieses anbietet. Auf dieser Fahrt können wir neben Eulen und Hasen, Kudus, Oryx und Springböcke bei Nacht entdecken.

NP1020856 AAAP1020873

Außerdem findet unser Fahrer Reste eines Zebrabeines. Dem Wärter am Eingang zum Gelände bringt er dieses vorbei –  ganz offensichtlich hat es eine hungrige Löwin aufs Gelände geschafft und es handelt sich um Beutereste. Der bewaffnete Mann am Tor ist jedenfalls gewarnt.

Erkenntnis des Tages: einen angedachten Fußmarsch von unserer Lodge zur benachbarten Eagle Tended Lodge blasen wir ab – Löwinnen-bedingt.

(Tag 8 & Tag 9)

Sehr früh aufstehend und voller Spannung und Neugierte, was uns bei unserer ersten Safari erwarten wird, trinken wir um 05:30 in der Lobby einen Kaffee und essen einen Muffin. Auch wenn wir völlig unbescholten sind, wissen wir von der Morgenkühle und sind einwandfrei ausgerüstet: neben Mütze und Schal haben wir Handschuhe dabei und uns als „Zwiebel“ (Schichten von Kleidungsstücken) gekleidet. Wie wir auf der anschließenden Fahrt im nur mit Planen abgedeckten offenen Safari-Wagen zum Nationalpark feststellen, völlig zu Recht.

Mit uns auf  Tour ist am ersten Tag eine Portugiesin und eine Familie aus München bzw. Wolfratshausen (ja, die Welt ist klein…). Am zweiten Tag ist eine Gruppe Italiener mit usn unterwegs.

Ohne dezidierte Erwartungen lassen wir uns auf das Abenteuer Safari ein. Die Rede von den „Big Five“ macht uns dann aber doch ein bisschen Foto-Jagd- und Sammel-fiebrig. Allersings sind die „Big 5“ in der Etosha nur „Big 4“: da es dort keine Wasserbüffel gibt handelt es sich um die Giraffe, den Elefanten, das Nashorn und den Löwen.

Das erste Tier, das wir sehen ist ein Impala (Bild unten). Es handelt sich dabei um eine mittelgroße Antilopenart, die unser erfahrener Guide August auch als „running Mc Donald’s“ für Raubtiere bezeichnet, da die Maßerung am Hinterteil einem „M“ sehr ähnelt.

BBBP1020931

Es gelingt uns, uns in sehr gute Foto-Distanz an die folgenden Tiere heranzupirschen:

  • Springböcke
  • Impalas
  • Kudus
  • Schakale
  • Elefanten
  • Kuhantilopen
  • Giraffen
  • Straußen
  • Knus
  • Zebras
  • Oryx-Antilopen (Gamsböcke)
  • verschiedene Vögel (u.a. Riesenglanzstar, Riesentrappe und Sekretär)

SchaP1020960 YP1030067

ZebP1030106

Zeb2P1030130

OryxP1030163

3P1030201

ZebP1030252

KuduP1030300

EleP1030317

P1030462P1030479

Fast surreal muten die schlaksigen Giraffen an, wenn sie einen entdecken und neugierig betrachten – und erst, wenn sie rennen…

SchaukelgiraffeP1030542

 

P1030591 XP1030598

Am Wasserloch herrscht in der Trockenzeit High-Live.

P1030603+

blueP1030610

P1030646
Ein Sekretär: einer der größten Vögel.

P1030672

Knus auf der Flucht

P1030694

P1030732

Giraffe, die Löwen in der Nähe des Wasserlochs wittert (und daher zu zögern scheint – ..später drehte sie sogar ab – wohl zu gefährlich heute zu trinken…)

P1030818

Zumindest mit hohem Zoom der Kamera, lassen sich die Löwen erkennen, die augenscheinlich faul in der Sonne liegen

P1030886

Mitten in der Trockenheit blühen und duften die Akazien

P1030906

Nur vermummt ist in manchen Landstrichen der Ethosa im namibianischen Winter (Trockenzeit, europ. Sommer) die Fahrt im offenen Wagen möglich

P1030923

Ein riesiger Bulle…

P1030930

…sein Rüssel schleift am Boden, lässt er diesen baumeln.

P1030938

Wie der Gigant erscheint, verschwindet er auch.

P1030953

An einem anderen Wasserloch trinkt eine Giraffe…

P1040023

…und scheint uns zu bemerken?

An beiden Tagen machen wir Pausen in eingezäunten Bereichen im Park. Schon interessant: quasi eine Umkehrung des Zoos. Im Gehege sind wir (um vor wilden Tieren sicher zu sein), draußen sind die Tiere. Die Busch-Lunch-Pausen mit den anderen sind nett und man kommt dazu sich ein wenig auszutauschen.

Besondere Erlebnisse haben wir auch, z.B. als eine Giraffe wirklich unmittelbar vor uns die Straße überquert oder als ein halbstarker Elefanten-Jungbulle, den ein anderes Auto etwas irritiert, diese Störung lautstark moniert – sein Brüllen klingt dabei fast raubtierähnlich. Gottseidank belässt der Jungbulle es jedoch bei der Mahnung und zieht dann weiter seiner Herde nach, die ebenfalls vor uns die Straße überquerte um nach einem interessant zu beobachten Wasserbad nun ein Sandbad nimmt.

Als wir  am zweiten Tag unserer Safari schon auf dem Rückweg zu den Parkeingängen sind, um wieder zur Lodge zu fahren, fehlt uns immer noch ein Tier der „Big 5“, das „reno“, das Nashorn. Über die Position der Nashörner dürfen sich nicht einmal die Guides über Funk austauschen, da dieser abgehört werden könnte. Ihre Wanderrouten werden gehütet wie ein Staatsgeheimnis. Die bewaffneten Patrouillen im Park dienen nicht etwa der Sicherheit der Touristen, sondern der der renos. Nach wie vor werden Nashörner leider von Wilderern verfolgt und getötet, v.a. da es einen asiatischen Markt für das Horn gibt, das dort in pulverisierter Form als Wunderheil- und Potenzmittel gilt.

Doch wir haben Glück. Unser Guide lässt seine ganze Erfahrung erkennen, als er unerwartet bremst, weil er eine Spur erkennt. Er biegt anders ab als geplant. Hält an und zückt sein Fernglas. Und steuert dann schnurstraks in die Gegenrichtung, auf ein Wasserloch zu, das wir nur als kleinen Tupfen erkennen. Näher kommend sehen wir mit unserem Fernglas einen grauen Tupfen an dem Wasserloch, das sich nach und nach tatsächlich als Nashorn entpuppt. Ein schönes Erlebnis, das bei mir ein Gefühl auslöst, wie man es eher aus einer Kindheit von Erkundungen im Maisfeld oder phantasievollen Jagd- und Fischerei-Spielen kennt.

Dass unsere Jagd diejenige nach Schnapp- und nicht realen Schüssen ist, und dieses Urtier in seiner imposanten, ruhigen Erscheinung uns tief berührt, löst ein Gefühl von Frieden in uns aus.

P1040153

Abends erholen wir uns von der ruckeligen Fahrt mit einer – ebenfalls vom Haus ausgegebene – Massage im Spa-Bereich, einem Menü aus Hake und Oryx und schlafen wie die Babies.

(Tag 9)

Friedlich ist auch der Sonnenaufgang am nächsten morgen, den wir vom Bett aus beobachten können. Im Kopf höre ich den Beginn vom „Circle of Life“, dem ersten Titel im Disney-Film und -Musical „Lion King“.

P1040213

P1040219

Nach dem Frühstrück verbringen wir Zeit am Pool. Ich mache den letzten Feinschliff an meinem Vortag für das VET Symposium.

P1040237

Danach fährt uns ein Fahrer nach Windhoek zurück. Das Gespräch mit ihm ist sehr interessant: er wurde zweimal vom südafrikanischen Militär eingezogen und war fahnenflüchtig, wurde gefasst und eingesperrt – mit 14 Jahren. U.a. lernen wir viel über die Namibianische Geschichte und ihre sehr konkreten Auswirkungen im Gespräch mit ihm.

(Tag 10)

In Windhoek wohnen wir direkt am Tagungsort, im Wohnbereich der NUST (National University of Science & Technology), auch dort in sehr schönen Unterkünften. Zum Berufsbildungs-Symposium trafen sich 40 Wissenschaftler*innen aus 18 verschiedenen Ländern von 4 Kontinenten, um Impulse für die Ausbildung in Sub-Sahara-Africa vorzustellen und zu diskutieren. Mehr dazu lesen Sie hier; vertiefend die Publikation zur Konferenz.

P1040279

In die Konferenz integriert ist ein Rahmenprogramm, bei dem wir besondere Orte in und um Windhoek besuchen (z.B. das Heroes and Heroines Memorial Grave), einen afrikanischen Lebensmittelmarkt in Windhoek und weitere Sehenswürdigkeiten.

P1040302

P1040320

Auch ein kleiner Game-Drive auf einer Privat-Ranch ist organisiert. Hier sehen wir u.a. Nashörner in einem weniger friedlichen Status – wie sie um Futter kämpfen. Imposant und gewaltig.

P1040479

P1040491

P1040525

P1040555

P1040562

Mit dem Nashorn (fast) Nase an Nase… durchaus etwas unheimlich!!

P1040571

Größenvergleich: Nashorn und (großes) Warzenschwein
P1040656
Auch Sandsturm-Windhosen sind hier zu beobachten….

P1040689

…und Antilopen, die gar nicht in Namibia heimisch sind, wie diese Bergantilopenart hier. Leider aus einem traurigen Grund: Diese Ranch bietet auch Großwildjagd an und reiche Hobby-Jäger zahlen ettliche tausend Euro dafür feige aus einem Fahrzeug aus diesem (gefütterten) Exemplar zu schießen und es (meist erst mit vielen Schüssen) zu töten

P1040755

Auch Kudu-Antilopen, die an sich eher scheu sind, sind hier fast handzahm, da sie – anders als im Nationalpark – gefüttert werden.

Nach dem Ausflug erleben wir ein Zusammensein bei landestypischen Tänzen und ein sehr ursprüngliches Buffet (u.a. mit Mape-Würmern,… hab’s probiert, aber mein’s ist es definitiv nicht).

(Tag 11)

Nach einer Zusammenfassung der Foren endet die Konferenz und wir werden mit anderen Teilnehmenden an den Flughafen gebracht, wo alles ohne Probleme funktioniert.

 

Fazit und Tipps

Namibia ist eine Reise wert für jeden, der sich für die Landschaften und die Tiere Afrikas interessiert. Hier gibt es diesbezüglich wahnsinnig viel zu entdecken. Hobby-Fotografen kommen voll auf ihre Kosten: das Licht ermöglicht ganz besondere, ästhetische Bilder. Aber auch die Geschichte des Landes ist sehr interessant und gibt einem viele Impulse zum Nachdenken.

Das Land lässt sich sehr individuell bereisen und erleben. Für längere Trips werden auch Self-Driver-Reisen empfohlen, die sicherlich in manchen Punkten noch abenteuerlicher sind als Fahrten mit Fahrern durchs Land. Zweite Variante hat in unserem Fall sehr gut funktioniert. Gerade für eine eher kurze Reise, war das für uns genau die richtige Option. Empfehlenswert ist sich bei eher kurzen Reisen (2 Wochen oder weniger) genau zu überlegen, was man sehen will: wir konnten durch eine Beschränkung auf 3 Highlights – die Namib-Naukluft-Wüste, Swakopmund und Umgebung und die Ethosha-Pfanne – diese Orte auch wirklich genießen und sind niemals in Reisestress oder ähnliches geraten.

Bezüglich des Reisegepäcks sollte man unbedingt daran denken, leichte ebenso wie warme Kleidung einzupacken. Je nach Jahreszeit und Region in Namibia auch stichfeste Kleidung und Mückenschutz(spray). Ein guter Sonnenschutz (Lichtschutzfaktor 50) ist überall im Land obligatorisch. Wir haben uns auf unserer Reise an allen Orten sicher gefühlt (lediglich die Ankunft am Flughafen vor Sonnenaufgang war etwas unheimlich, nicht zuletzt, weil dort auch Gruppen von jungen Leuten vor dem Flughafen herumlungerten). Dennoch wird empfohlen nach Sonnenuntergang in Windhoek nicht mehr, insbesondere nicht alleine, herumzulaufen. Namibia gilt insgesamt für ein afrikanisches Land als sehr sicher.

Die von uns für unsere Reise ausgewählten Orte sind wärmstens zu empfehlen. An allen lassen sich ganz individuell Lodgen oder Camping-Möglichkeiten finden. Wir haben dazu einen Reisekatalog beim lokalen Reisebüro geholt und zusätzlich im Internet recherchiert. Touren lassen sich von Deutschland aus buchen, dies ist aber auch vor Ort möglich.  Besonder gut hat uns gefallen, dass es die Namibianer ganz augenscheinlich geschafft haben, Natur und Tourismus in Einklang zu bringen. So sind Lodgen meist sehr stimmig in die Landschaft integriert, es gibt (Ausnahme Windhoek) keine Hotelburgen, die die Landschaft ‚verschandeln‘. Müll an den Straßenrändern oder in der Landschaft ist eher selten. Der Gedanke der Bewahrung dieser wunderbaren Natur scheint bereits im Land verankert.

Wir wünschen allen Namibia-Bereisenden viel Spaß und wunderbare Momente!

 

 

 

 

 

 

 

 

Comments are closed.